
Schön,
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vorbeischauen.
Das Motto unserer Gemeinschaft
Gut, dass wir einander haben,
gut, dass wir einander sehn,
Sorgen, Freuden, Kräfte teilen
und auf einem Wege gehn.
Gut, dass wir nicht uns nur haben,
dass der Kreis sich niemals schließt
und dass Gott, von dem wir reden,
hier in unsrer Mitte ist.
Manfred Siebald
Wer mehr erfahren möchte ist herzlich Willkommen!
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Veranstaltungen zum kommen, mitfeiern und miterleben
Gelegenheit zum verweilen, zuhören, nachdenken und entschleunigen
christliche Impulse zum kirchlichen Jahreslauf,
laufende Aktualisierung.
Ein Ort der Zuflucht in stürmischen Zeiten
Gott ist uns Zuflucht und Stärke, ein Helfer in Zeiten der Not (Psalm 46,2)
Der Satz, "da hilft nur noch Beten“ ist vielen Menschen vertraut. Er fällt meist dann, wenn alle menschlichen Bemühungen und Möglichkeiten ausgeschöpft sind, und das Leben an einem Scheideweg steht.
Wenn die Situation aussichtslos erscheint, vielleicht sogar die eigene Existenz bedroht ist.
Die Hoffnungslosigkeit übermächtig wird.
Genau in solchen Momenten, bleibt scheinbar nur noch das Gebet.
Vertrauen das trägt
Doch Gott ist unsere Zuflucht nicht erst, wenn alles andere gescheitert ist, sondern gleich zu Beginn, in stürmischen Zeiten, wie an sonnigen Tagen gleichermaßen.
Sich seiner Begrenztheit bewusstwerden und sich im Gebet Gott zu öffnen und, sich in seine Hände fallen lassen, ist kein Zeichen von Schwäche, sondern sein Angebot der Nähe annehmen.
Im Alten Testament, zur Zeit des Psalmisten, war der Zugang zu Gott ein anderer als heute. Der Heilige Geist war nicht für alle Menschen zugänglich, und das Gottesbild war geprägt von Distanz und Ehrfurcht.
Doch mit Jesus Christus und der Ausgießung des Heiligen Geistes, hat sich diese Beziehung grundlegend verändert: Durch den Glauben an Jesus steht jedem Menschen der Zugang zu Gott als liebender Vater offen. Die Nähe Gottes ist keine ferne Hoffnung mehr, sondern eine gegenwärtige, erfahrbare Realität.
Gebet als Quelle der Kraft
Das Gebet ist kein Notnagel, es ist eine Lebensader, eine Quelle der Kraft und Geborgenheit.
Wer sich im Gebet Gott zuwendet, erfährt eine innere Stärke, die weit über das eigene Vermögen hinausgeht. Die Erfahrung, in Notzeiten Zuflucht, Stärke und Hilfe zu finden, ist ein Geschenk.
Gebet ist nicht alles – es ersetzt nicht das eigene Tun, die Verantwortung und das Handeln. Aber ohne Gebet ist alles nichts, denn im Gebet geschieht ein innerer Wandel: Sorgen werden geteilt, Ängste gelindert und Hoffnung geweckt. Im Gebet wächst die Kraft, auch in schwierigen Zeiten standzuhalten.
Fazit
Der Monatsspruch aus Psalm 46,2 lädt dazu ein, Gott nicht erst am Ende aller Möglichkeiten zu suchen, sondern ihn von Beginn an als Zuflucht und Stärke zu erleben. Im Gebet öffnet sich der Raum, in dem Trost, Kraft und neue Perspektiven wachsen. Wer diese Hilfe und Geborgenheit immer wieder erfährt, darf sich glücklich schätzen – denn Gott bleibt unsere Zuflucht, und ein Helfer in der Not, gestern, heute und in Ewigkeit.
Auf der Suche nach der Liebe
Eine Reise durch Enttäuschung zur Erleuchtung
Ein Mensch, innerlich zerrissen von einem heftigen Streit, macht sich auf, um die Liebe zu suchen. Die Welt scheint ihm kalt, die Menschen abweisend. Er wandert durch Straßen, beobachtet die hektische Betriebsamkeit, Hast, Eile und Spannungsgeladene Atmosphäre, und er fragt sich: Gibt es überhaupt, die Liebe?
Die erste Begegnung: Eine Liebe, die entgleitet
Seine ersten Schritte führen ihn auf einen nahegelegenen Spielplatz. Dort sitzen Kinder, ihre Gesichter erhellt von unbeschwertem Lachen. Hoffnung keimt in ihm auf. *Hier muss sie sein, die Liebe*, denkt er. Doch das Bild der Unschuld währt nicht lang. Ein älterer Junge erscheint, nimmt den Kindern das Spielzeug weg, und das fröhliche Lachen weicht bitteren Tränen. Die Kinder weinen, ihre Freude ist zerstört, und in diesem Moment fühlt der Mensch sich betrogen. *Auch hier ist keine Liebe*, denkt er enttäuscht und wendet sich ab.
Die Natur: Ein flüchtiger Hauch von Liebe
Er zieht weiter, schließlich in die Natur, in der er ein neues Ziel sucht. Die Vögel singen ihre Lieder, und ein Vogelpaar kümmert sich liebevoll um seine Jungen. Er betrachtet die Szene mit einer fast ehrfürchtigen Stille und spürt einen Hauch von Wärme. *Hier ist sie, die Liebe*, glaubt er. Doch auch diese Harmonie zerbricht jäh. Ein Raubvogel erscheint am Himmel, schießt herab und beraubt das Nest. Das Vogelpaar schreit in verzweifelter Trauer, und die Idylle zerbricht. Wieder enttäuscht zieht der Mensch weiter. *Auch hier gibt es keine Liebe*, seufzt er resigniert.
Die Suche in der Stille
Die Reise führt ihn weiter, bis er schließlich vor einer Kirche steht. Die schweren Türen öffnen sich, und er tritt ein. Dort, in der stillen und kühlen Atmosphäre, setzt er sich müde und enttäuscht. Der Raum scheint ihm wie ein Refugium.
*Es gibt sie nicht, die Liebe*, denkt er resigniert und sein Blick gleitet ziellos umher.. Da fällt sein Blick auf einen Spruch an der Wand: *die Liebe Gottes ist aus gegossen in eure Herzen*. Die Worte treffen ihn wie ein sanfter Lichtstrahl, der sich Weg in seine Dunkelheit bahnt.
Die Liebe finden: Ein innerer Frieden
Während er in der Stille verweilt, fühlt er, wie sich die Worte in seiner Seele niederlassen. Ein weiterer Spruch kommt ihm in den Sinn Es sind einfache Worte, aber ihre Tiefe berührt ihn: Jesus spricht: *Kommt alle zu mir, die ihr am Ende seid, abgearbeitet mutlos und müde, ich will euch Erholung und neue Kraft schenken. Langsam beginnt er zu verstehen. Die Liebe, die er suchte, ist nicht in den äußeren Dingen zu finden, nicht bei den Menschen allein, nicht in der Natur. diese Liebe ist, größer, als er selbst begreifen kann. Eine Liebe, die ihn gefunden hat, während er suchte.
Er erhebt sich, ein neuer Mensch, und verlässt die Kirche mit einer Ruhe, die ihn umhüllt. Er ist angekommen, bei einem Frieden, der ihm mit Gott gegeben ist. Die Liebe ist nicht fern; sie war immer da, wartend, bis er bereit war, sie zuerkennen. Der erste Schritt!
Nach dem sich der Mensch, von Gottes Geist, hat finden lassen, folgt nach dem ersten Schritt der Zweite, von der Suche zur Erkenntnis, das Suchen hat ein Ende, auch er hat gefunden.
Denn Jesus spricht: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben.
Weiter: Ich aber bin gekommen, damit die Menschen das Leben haben, und das im Überfluss!
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1.Thessalonicher 5,21-22
Prüft aber alles und das Gute behaltet.(Meidet das Böse in jeder Gestalt) .
Betrachtung zur Jahreslosung: „Prüfet alles, behaltet das Gute;
meidet das Böse in jeder Gestalt!“
Impulse und Gedanken für ein verantwortungsvolles Leben
Einleitung
Jede Jahreslosung, die aus der Bibel entnommen wird, lädt dazu ein, innezuhalten und über das eigene Leben, die Gesellschaft und die Beziehung zu anderen Menschen und zu Gott nachzudenken. Die Worte „Prüfet alles, behaltet das Gute; meidet das Böse in jeder Gestalt!“ (1. Thessalonicher 5,21-22) sind dabei eine eindringliche und zugleich ermutigende Weisung. Sie verknüpfen eine grundsätzliche Offenheit für alles Neue und Unbekannte mit der Aufforderung zu klarer Urteilsfähigkeit und moralischer Standhaftigkeit.
Biblischer Kontext
Die Jahreslosung stammt aus dem ersten Brief des Paulus an die Thessalonicher, einem der ältesten erhaltenen Briefe des Neuen Testaments. Paulus schreibt an eine junge Gemeinde, die sich in einem Umfeld unterschiedlicher religiöser Einflüsse zurechtfinden musste. Seine Worte sind Ermutigung und Warnung zugleich: Die Gemeinde soll nicht blind allem vertrauen, was ihr begegnet, sondern alles prüfen – mit Geist und Verstand. Gleichzeitig fordert er sie auf, das jeweils Gute festzuhalten und sich entschieden gegen alles Böse zu stellen, egal, welche Gestalt es annimmt.
Prüfet alles – Eine Haltung der Offenheit und Wachsamkeit
Der Aufruf, alles zu prüfen, spricht eine Haltung an, die in unserer von Informationen überfluteten Zeit aktueller ist, denn je. Es geht um eine ständige Bereitschaft, Dinge zu hinterfragen, sich eine eigene Meinung zu bilden und nicht jedem Trend oder jeder Meinung blind zu folgen.
Offenheit: Wer alles prüft, verschließt sich nicht vor Neuem, sondern hört zu, lässt sich auf Gespräche ein und nimmt neue Perspektiven wahr. Das bedeutet die Bereitschaft, auch Unbekanntes oder Unbequemes anzuschauen.
Kritisches Denken: Prüfen heißt aber auch, nicht leichtgläubig zu sein. Es geht darum, Argumente und Motive zu hinterfragen, Quellen zu prüfen und sich nicht von schnellen Schlagzeilen oder Halbwahrheiten leiten zu lassen. Gerade in Zeiten von „Fake News“ oder manipulativen Botschaften ist dies ein zentraler Auftrag.
Geistliche Wachsamkeit: Im biblischen Sinne meint das Prüfen zudem, dass Menschen auf ihre innere Stimme, ihr Gewissen und letztlich auf Gottes Führung achten. Was entspricht den Werten der Liebe, Gerechtigkeit und Wahrheit?
Behaltet das Gute – Das Wertvolle erkennen und bewahren
Nachdem alles geprüft wurde, gilt es, das Gute zu erkennen und festzuhalten. Doch was ist das Gute? Diese Frage ist nicht einfach zu beantworten, denn sie hängt von kulturellen, religiösen und persönlichen Überzeugungen ab. Im Kontext des Paulus ist das Gute das, was dem Leben dient, was Gemeinschaft fördert und was Menschen hilft, in Freiheit, Würde und Liebe miteinander umzugehen.
Das Gute im Alltag: Es sind oft die kleinen Dinge, die einen Unterschied machen – ein freundliches Wort, ein Zeichen der Solidarität, ein Moment des Zuhörens.
Werte und Tugenden: Ehrlichkeit, Mitgefühl, Verantwortungsbewusstsein und Respekt sind Beispiele für das Gute, das es zu bewahren gilt.
Traditionen und Innovationen: Nicht alles Neue ist automatisch gut, aber auch nicht alles Alte schlecht. Prüfen bedeutet, bewährte Traditionen zu schätzen und zugleich offen für konstruktive Veränderungen zu bleiben.
Meidet das Böse in jeder Gestalt – Wachsamkeit gegenüber schädlichen Einflüssen
Der dritte Teil der Losung fordert zu einer entschiedenen Distanzierung von allem auf, was als böse erkannt wird. Die Formulierung „in jeder Gestalt“ mahnt, dass das Böse nicht immer offensichtlich oder eindeutig daherkommt. Es kann sich hinter attraktiven Fassaden verbergen, als scheinbar harmlos getarnt auftreten oder sich als das „kleinere Übel“ präsentieren.
Zivilcourage und Rückgrat: Das Böse zu meiden, erfordert manchmal Mut, sich gegen den Strom zu stellen, Nein zu sagen oder auch Unrecht beim Namen zu nennen.
Selbstreflexion: Es reicht nicht aus, nur auf das „Böse“ bei anderen zu zeigen. Auch im eigenen Denken und Handeln gilt es, ehrlich mit sich selbst zu sein und eigene Schwächen oder Versuchungen zu erkennen.
Sensibilisierung: In einer Welt, in der Manipulation, Ausgrenzung und Hass immer wieder neue Formen annehmen, ist es wichtig, sensibel zu sein und frühzeitig gegenzusteuern.
Praktische Impulse für den Alltag
Wie können diese Weisungen im täglichen Leben konkret werden? Die Jahreslosung lädt dazu ein, mit offenen Augen und wachem Herzen durch die Welt zu gehen:
Begegnen Sie anderen mit Respekt und Neugier, ohne Vorurteile.
Informieren Sie sich bewusst und aus verschiedenen Quellen, um sich eine fundierte Meinung zu bilden.
Hinterfragen Sie Motive – die eigenen wie auch die der anderen.
Behalten Sie das Gute: Machen Sie sich bewusst, was Ihr Leben und das Ihrer Mitmenschen bereichert, und setzen Sie sich dafür ein.
Meiden Sie das Böse: Setzen Sie sich klar gegen Ausgrenzung, Lüge, Gewalt oder Ungerechtigkeit ein – auch wenn es unbequem ist.
Suchen Sie das Gespräch, wenn Sie unsicher sind, und holen Sie sich Rat von Menschen, denen Sie vertrauen.
Die spirituelle Dimension
Über die ethisch-moralische Ebene hinaus, spricht die Jahreslosung auch eine spirituelle Erfahrung an. Das Gute zu erkennen und das Böse zu meiden, ist nicht nur eine Frage des Verstandes, sondern auch des Herzens und des Glaubens. Christlicher Glaube lebt davon, dass Menschen sich in allem, was sie prüfen, geleitet wissen von Gottes Liebe und seinem Geist.
Die Bibel lädt dazu ein, alles Vertrauen auf Gott zu setzen, dass er das Gute in uns und unter uns wachsen lässt. Im Gebet können Zweifel, Unsicherheiten und Fragen vor Gott gebracht werden. Gemeinschaft und Austausch mit anderen Glaubenden hilft, Perspektiven zu eröffnen und das Gute gemeinsam zu stärken.
Fazit
Die Jahreslosung „Prüfet alles, behaltet das Gute; meidet das Böse in jeder Gestalt!“ ist eine Einladung zu einem wachen, kritischen und verantwortungsvollen Leben. Sie fordert dazu auf, das Leben nicht in Schwarz-Weiß zu sehen, sondern differenziert zu prüfen, das Wertvolle zu bewahren und entschieden gegen das Unrecht aufzutreten. In einer komplexen Welt, in der die Grenzen zwischen Gut und Böse nicht immer klar verlaufen, bleibt diese Weisung eine kluge und zeitlose Orientierungshilfe – für Einzelne, Gruppen und die Gesellschaft als Ganzes.
Auch unsere Gemeinschaft lädt ein.
Wohl allen, die auf ihn trauen!
Psalm 2,12
© Evangelische Brüder-Unität – Herrnhuter Brüdergemeine
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