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Das Motto unserer Gemeinschaft

 

Gut, dass wir einander haben,

gut, dass wir einander sehn,

Sorgen, Freuden, Kräfte teilen

und auf einem Wege gehn.

Gut, dass wir nicht uns nur haben,

dass der Kreis sich niemals schließt

und dass Gott, von dem wir reden,

hier in unsrer Mitte ist.

Manfred Siebald

 

Wer mehr erfahren möchte ist herzlich Willkommen!

 

Unsere Website bietet....

 

Einen Überblick über das aktuelle Gemeinschaftsgeschehen

Veranstaltungen zum kommen, mitfeiern und miterleben

Gelegenheit zum verweilen, zuhören, nachdenken und entschleunigen

christliche Impulse zum kirchlichen Jahreslauf,

laufende Aktualisierung. 

 

 

Monatsspruch November 2026

 

„Und er wird richten unter den Nationen und zurechtweisen viele Völker.

Da werden sie ihre Schwerter zu Pflugscharen machen

und ihre Spieße zu Sicheln.

Denn es wird kein Volk wider das andere das Schwert erheben,

und sie werden hinfort nicht mehr lernen, Krieg zu führen.“ (Jesaja 2,4)

Vor mehr als zweieinhalb Jahrtausenden sprach Jesaja diese gewaltige Vision aus.

Die Nationen würden zu Gott kommen, seine Weisung suchen,

und am Ende würden Schwerter zu Pflugscharen werden.

Doch wer heute die Nachrichten verfolgt, könnte fragen:

Wo ist etwas davon zu sehen?

Die Kriege nehmen nicht ab.

Neue Konflikte entstehen.

Mächtige Männer entscheiden über Leben und Tod,

während Millionen Menschen ihre Heimat, ihre Angehörigen

und ihre Zukunft verlieren.

Und nicht wenige fragen spöttisch oder verzweifelt:

„Wo ist nun euer Gott?“

Es ist bemerkenswert, dass die Bibel diese Fragen nicht verschweigt.

Die Psalmen kennen sie.

Habakuk kennt sie. Selbst die Märtyrer der Offenbarung rufen:

„Wie lange noch, Herr?“

Der Glaube lebt also nicht davon, dass alle Zweifel beseitigt wären.

Er lebt vielmehr davon, dass Menschen ihre Zweifel zu Gott tragen.

Auch Jesus hat keinen Zeitpunkt genannt.

Er hat keine Welt versprochen, die sich von selbst immer weiter verbessert.

Er hat vielmehr das Reich Gottes angekündigt,

das schon mitten unter uns begonnen hat

und doch noch nicht vollendet ist.

Das ist die Spannung des christlichen Glaubens:

Schon jetzt und noch nicht.

Schon jetzt begegnet uns Christus in Menschen,

die vergeben statt vergelten, die trösten statt verletzen,

die Frieden stiften, statt Hass zu säen.

Noch nicht aber ist die Welt erlöst.

Die ganze Schöpfung seufzt, schreibt Paulus.

Sie wartet auf die Vollendung dessen, was Gott verheißen hat.

Der Trost des Monatsspruches besteht deshalb nicht darin,

dass wir erklären könnten, warum Gott so lange wartet.

Der Trost liegt darin, dass Krieg,

Gewalt und Tod nicht das letzte Wort behalten werden.

Das letzte Wort gehört nicht den Herrschern dieser Welt, sondern Gott.

Bis dahin bleibt vielleicht nur das ehrliche Gebet des Vaters aus dem

Markusevangelium:

„Ich glaube; hilf meinem Unglauben!"

Und vielleicht ist genau das die Haltung,

in der Christen durch diese Welt gehen: mit offenen Augen für das Leid,

mit unbeantworteten Fragen im Herzen und dennoch mit der Hoffnung,

dass Gott seine Verheißungen nicht vergessen hat.

Das „Wie lange noch?“ und das „Komm, Herr Jesus!“ dürfen nebeneinander stehen.

Das ist der eigentliche Kern: Nicht eine Erklärung des Bösen,

sondern die Frage, wie man trotz der scheinbaren Übermacht des Bösen

an Gottes Zukunft festhalten kann.

Genau dort spricht Jesaja hinein. Nicht als Beschreibung der Gegenwart,

sondern als Verheißung gegen die Gegenwart.

 

Glückselig die Friedensstifter

 

„Glückselig die Friedensstifter,

denn sie werden Söhne Gottes* heißen.“
 

(Matthäus 5,9)

Wenn Jesus in der Bergpredigt sagt: „Glückselig die Friedensstifter“,

spricht er von weit mehr als einem angenehmen Gefühl

oder von äußerem Glück.

Das griechische Wort makarioi beschreibt Menschen,

die unter Gottes Segen stehen und in enger Gemeinschaft mit ihm leben.

Darum übersetzen verschiedene Bibelübertragungen diesen Begriff unterschiedlich:

Luther spricht von „selig“, moderne Übersetzungen von „gesegnet“,

die Neue Genfer Übersetzung formuliert: „Freuen dürfen sich“.

Jede dieser Wiedergaben beleuchtet einen wichtigen Aspekt,

doch keine vermag die ganze Tiefe des Wortes vollständig auszuschöpfen.

Besonders zutreffend erscheint die Übersetzung „glückselig“, weil sie etwas von jener Tiefe und inneren Freude und Geborgenheit ausdrückt,

die aus der Gemeinschaft mit Gott erwächst.

Glückselig sind die Friedenstifter,

weil sie das Wesen ihres himmlischen Vaters widerspiegeln.

Sein Licht scheint durch ihr Denken, Reden und Handeln hindurch.

Auffällig ist, dass Jesus nicht von Friedliebenden spricht,

sondern von Friedenstiftern. Frieden ist kein passiver Zustand.

Er entsteht nicht von selbst. Frieden zu stiften bedeutet, Brücken zu bauen, Wunden zu heilen, Vergebung zu wagen und Versöhnung zu suchen.

Oft verlangt dies Mut, Demut, Gebet und manchmal auch Opferbereitschaft. Darin zeigt sich ein wesentliches Kennzeichen christlicher Nachfolge:

nicht Recht zu behalten, sondern Frieden zu schaffen; nicht zu siegen,

sondern zu versöhnen; nicht zu trennen, sondern zu verbinden.

Wenn Jesus vom Frieden spricht, verwendet Matthäus

das griechische Wort eirēnē.

Es entspricht dem hebräischen Wort Schalom.

Dieser Friede bedeutet weit mehr als die Abwesenheit von Streit.

Schalom, beschreibt das Heilsein des Menschen vor Gott, Versöhnung statt Trennung, Ganzheit statt Zerrissenheit, Ordnung statt Chaos

und ein Leben unter Gottes Segen.

Darum schreibt Paulus: „Da wir nun gerechtfertigt worden sind aus Glauben, so haben wir Frieden mit Gott durch unseren Herrn Jesus Christus“

(Römer 5,1).

Der tiefste Friede beginnt nicht zwischen Menschen,

sondern zwischen Gott und Mensch.

Aus dieser Versöhnung erwächst echter zwischenmenschlicher Friede. Friedenstifter helfen deshalb nicht nur dabei, Konflikte zu überwinden.

Sie weisen Menschen letztlich auch auf den hin, der selbst unser Friede ist: Jesus Christus.

Jesus verheißt den Friedenstiftern, dass sie „Söhne Gottes“ heißen werden.

In der biblischen Sprache bezeichnet dies nicht nur eine Abstammung, sondern eine Wesensähnlichkeit.

So sind „Söhne des Lichts“ Menschen, die vom Licht Gottes geprägt werden. Wenn Jesus also sagt, dass Friedenstifter „Söhne Gottes“ heißen werden, bedeutet das: An ihnen wird sichtbar, wie Gott ist.

Gott selbst ist der große Versöhner.

Durch Christus hat er die Welt mit sich versöhnt

(2. Korinther 5,19).

Christus ist unser Friede 

(Epheser 2,14),

und der Heilige Geist wirkt Einheit und Gemeinschaft.

Wer Frieden stiftet, handelt deshalb im Geist Gottes

und trägt etwas von seinem Wesen in diese Welt hinein.

Darum gilt auch die Mahnung des Apostels Paulus:

„Ist's möglich, soviel an euch liegt, so habt mit allen Menschen Frieden“

(Römer 12,18).

In einer Zeit voller Spannungen, Verletzungen und Gegensätze ruft Christus seine Nachfolger dazu auf, Werkzeuge seines Friedens zu sein.

Glückselig sind jene Menschen, die in einer zerrissenen Welt Brücken bauen statt Mauern, die Versöhnung suchen statt Vergeltung, die Vertrauen säen,

wo Misstrauen herrscht, und die Gottes Frieden dorthin tragen,

wo Hass und Unruhe wohnen.

In ihrem Leben wird etwas vom Herzen des himmlischen Vaters sichtbar.

Glückselig die Friedensstifter, denn sie werden Söhne Gottes* heißen.

Amen.

*Kinder Gottes

 

Gebet

 

Herr Jesus Christus,

du bist unser Friede und der große Versöhner.

Durch dein Kreuz hast du uns mit dem Vater versöhnt

und den Weg in seine Gemeinschaft geöffnet.

Dafür danken wir dir von Herzen.

Bewahre uns davor, Frieden nur von anderen zu erwarten.

Schenke uns den Mut, selbst Friedensstifter zu sein.

Lehre uns, zuzuhören, wo andere urteilen, zu vergeben,

wo Verletzungen trennen, und Brücken zu bauen,

wo Mauern entstanden sind.

Erfülle unser Denken, Reden und Handeln mit deinem Heiligen Geist.

Nimm aus unseren Herzen Bitterkeit, Stolz und Rechthaberei

und schenke uns die Liebe, die den ersten Schritt wagt.

Lass deinen Schalom in uns wohnen, damit wir Frieden ausstrahlen können

in unsere Familien, Gemeinden, Nachbarschaften und überall dort,

wo du uns hinstellst.

Hilf uns, nicht den leichten Weg des Ausweichens zu wählen,

sondern den Weg der Versöhnung.

Gib uns Weisheit, Wahrheit und Demut,

damit Menschen in unserem Leben etwas von deinem Wesen erkennen.

So mache uns zu Werkzeugen deines Friedens,

damit dein Licht in dieser oft zerrissenen Welt sichtbar wird

und dein Name geehrt wird.

Denn du bist unser Friede, heute und in Ewigkeit.

 

                                                  Amen.

Nicht die Dunkelheit vertreibt das Licht

 

Nicht die Dunkelheit vertreibt das Licht.

Wo das Licht erscheint, weicht die Dunkelheit ganz von selbst.

Das Licht muss nicht kämpfen, nicht ringen und nicht siegen.

Sein bloßes Dasein genügt.

Die Finsternis besitzt keine eigene Macht gegenüber dem Licht;

sie kann ihm nicht widerstehen und es nicht überwinden.

Sie verliert ihren Raum allein dadurch, dass das Licht gegenwärtig wird.

Erst wenn das Licht sich zurückzieht, gewinnt die Finsternis Raum.

Nicht weil sie stärker geworden wäre, sondern weil das Licht nicht mehr da ist.

Die Dunkelheit besiegt das Licht nicht;

sie wartet nur darauf, dass es verschwindet.

Darin liegt auch eine geistliche Wahrheit von großer Bedeutung.

Das Böse triumphiert selten durch seine Stärke.

Viel häufiger breitet es sich dort aus,

wo Glaube, Hoffnung und Liebe erkalten,

wo Menschen schweigen,

die hätten reden sollen, wo Mut nachlässt

und Vertrauen schwindet.

Gottes Licht ist anders.

Es drängt sich nicht auf, aber es verwandelt alles,

was ihm geöffnet wird.

Ein einziges Licht kann einen dunklen Raum erhellen.

Ein einziges Wort der Wahrheit kann eine Lüge entlarven.

Ein einziger Akt der Liebe kann den Kreislauf von Hass

und Bitterkeit durchbrechen.

Deshalb kommt es nicht zuerst darauf an, gegen die Dunkelheit zu kämpfen,

sondern das Licht zu bewahren.

Wer sich an Christus hält, der von sich sagt:

»Ich bin das Licht der Welt«, braucht die Finsternis nicht zu fürchten.

Denn die Finsternis hat keine bleibende Herrschaft.

Wo das Licht Gottes aufscheint, muss sie weichen.

Und selbst in den dunkelsten Stunden bleibt die Hoffnung bestehen:

Nicht die Finsternis wird das letzte Wort haben, sondern das Licht.

Denn die Finsternis besiegt niemals das Licht;

 sie wartet nur darauf, dass es verschwindet.

Wo aber Gottes Licht erscheint, muss die Dunkelheit weichen.

 

Gebet

 

Herr Jesus Christus, Du Licht der Welt,

manchmal sehe ich mehr die Schatten als Dein Licht.

Manchmal erscheinen mir die Dunkelheiten meines Herzens

und dieser Welt größer als Deine Verheißungen.

Dann erinnere mich daran, dass die Finsternis das Licht niemals besiegt.

Sie wartet nur darauf, dass ich meinen Blick von Dir abwende.

Lass Dein Licht in mir lebendig bleiben. Erhelle meine Gedanken,

wenn Zweifel aufsteigen. Stärke mein Vertrauen, wenn Ängste wachsen.

Bewahre die Hoffnung in meinem Herzen, wenn der Weg dunkel erscheint.

Schenke mir die Gewissheit Deiner Gegenwart, auch dort,

wo ich Dich nicht sehen kann.

Und mache mich selbst zu einem kleinen Licht für andere Menschen.

Lass durch meine Worte, meine Taten und meine Liebe etwas von Deinem Licht aufscheinen.

Denn wo Du gegenwärtig bist, muss die Dunkelheit weichen.

So vertraue ich mich Dir an, heute und an jedem neuen Morgen.

                                                              Amen.

Gottes Maßstab ist ein anderer

 

Einleitung

 

In einer Welt, die ständig bewertet, vergleicht und misst, stellt sich die Frage: Nach welchem Maßstab beurteilt Gott eigentlich einen Menschen?

Wir messen oft Bildung, Leistung, Einfluss oder Erfolg.

Schon Kinder lernen früh, dass Noten, Fähigkeiten und Anerkennung wichtig sind.

Auch als Erwachsene entkommen wir diesem Denken kaum.

Doch Gottes Blick reicht tiefer. Er sieht nicht nur das, was Menschen darstellen

oder erreichen, sondern das, was in ihrem Herzen wächst.

Die Bibel zeigt uns immer wieder, dass Gott gerade jene erwählt,

die nach menschlichen Maßstäben unscheinbar erscheinen.

Er sucht keine perfekten Menschen, sondern offene Herzen.

Nicht die Größe eines Menschen zählt vor Gott,

sondern seine Bereitschaft, sich von Gottes Liebe finden

und verwandeln zu lassen.

 

Nicht der Kopf voller Wissen, nicht die Größe eines Menschen zählt

vor Gott, sondern ein Herz, das lieben lernt.

Denn aus dem Herzen quillt das Leben.

Wenn wir Menschen urteilen, sehen wir oft auf das Sichtbare:

Bildung, Begabungen, Erfolge, Einfluss oder Ansehen.

Gottes Maßstab ist anders.

Er misst nicht zuerst, was ein Mensch vorweisen kann,

sondern was in seinem Inneren lebt. Darum sagt die Schrift:

„Ein Mensch sieht, was vor Augen ist; der HERR aber sieht das Herz an.“

(1. Samuel 16,7)

Gott sucht nicht nach außergewöhnlichen Lebensläufen.

Er sucht offene Herzen. Jesus nennt sie die „geistlich Armen“:

„Glückselig sind die geistlich Armen, denn ihrer ist das Reich der Himmel.“

(Matthäus 5,3)

Wer vor Gott nicht auf die eigene Stärke baut, sondern weiß,

wie sehr er auf Gottes Gnade angewiesen ist,

der wird reich beschenkt. Deshalb jubelt Jesus:

„Ich preise dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde, dass du dies vor Weisen und Verständigen verborgen und es Unmündigen offenbart hast.“

(Matthäus 11,25; Lukas 10,21)

Die Geschichte der Gemeinde Jesu bestätigt dies immer wieder.

Die ersten Jünger waren keine Schriftgelehrten, k

eine angesehenen Philosophen oder Mächtigen ihrer Zeit.

Es waren einfache Menschen, Fischer, Zöllner und Arbeiter.

Doch sie ließen sich von Christus finden und verändern.

Ein späteres Beispiel ist Dwight L. Moody.

Als junger Mann machte er auf seinen Sonntagsschullehrer Edward Kimball keinen besonderen Eindruck.

Niemand hätte geahnt, dass Gott ihn einmal zu einem der bekanntesten Evangelisten seiner Zeit machen würde.

Doch Gottes Gnade sah Möglichkeiten, wo Menschen nur Grenzen sahen.

Darin liegt das eigentliche Geheimnis des Glaubens:

Es geht nicht zuerst um unser Suchen, sondern darum,

dass wir uns von Gott finden lassen. Wer sich finden lässt,

muss nicht krampfhaft nach großen Aufgaben Ausschau halten.

Gott selbst bereitet die Werke vor:

„Denn wir sind seine Schöpfung, erschaffen in Christus Jesus zu guten Werken, die Gott zuvor bereitet hat, damit wir in ihnen wandeln sollen.“

(Epheser 2,10)

Manchmal werden diese Werke schnell sichtbar.

Manchmal vergehen Jahre, bis sie aufblühen.

Doch Gottes Wege reifen zur rechten Zeit.

 

Schlussgedanke

 

Gottes Maßstab fragt nicht: Wie groß bist du?

Wie klug bist du?

Wie erfolgreich bist du?

Er fragt: Bist du bereit, dich von mir lieben, führen u

nd verwandeln zu lassen?

Wo ein Mensch sein Herz für Christus öffnet, beginnt Gottes Werk.

Und aus einem solchen Herzen kann mehr Segen hervorgehen,

als die Welt je für möglich gehalten hätte.

Darum müssen wir vor Gott nicht besonders bedeutend sein.

Es genügt, dass wir ihm gehören.

Denn nicht unsere Größe entscheidet über unser Leben,

sondern seine Gnade.

 Amen

 

Gebet

 

Herr Jesus Christus,

danke, dass du uns nicht nach menschlichen Maßstäben beurteilst.

Du siehst unser Herz und erkennst in uns oft mehr,

als wir selbst sehen können.

Bewahre uns davor, unseren Wert in Wissen, Leistung

oder Ansehen zu suchen.

Mache uns zu Menschen, die dir vertrauen und sich von dir finden lassen.

Zeige uns die Wege, die du für uns vorbereitet hast,

und schenke uns die Kraft, sie treu zu gehen.

Lass in uns ein Herz wachsen, das liebt, glaubt und auf dich hört.

Denn nicht unsere Größe ist entscheidend, sondern deine Gnade.

 

Amen

Die Geschichte von John Newton

und die Entstehung von Amazing Grace

 

Jesus sprach: Nicht die Starken bedürfen des Arztes, sondern die Kranken. Ich bin nicht gekommen, Gerechte zu rufen, sondern Sünder.

Markus 2,17

Manchmal braucht es auch extrem Situationen, dass selbst ganz Starke Menschen ihrer Schwachstellen bewusst werden, um Gottes Angebot zu erkennen.    

Jeder, der den Namen des HERRN anruft, wird gerettet werden.

Joel 3,5

Die Geschichte von John Newton und die Entstehung von Amazing Grace ist eine der bewegendsten Wandlungen in der Kirchengeschichte – ein Lied, das aus persönlicher Schuld und Erfahrung heraus zu einem weltweiten Symbol für Gnade und Hoffnung wurde.

 

John Newtons Lebensweg

  • Frühe Jahre: Newton (1725–1807) war zunächst Seemann und später Kapitän eines Sklavenschiffs. Er war tief im transatlantischen Sklavenhandel verstrickt.

  • Schlüsselerlebnis 1748: Auf einer Reise geriet sein Schiff in schwere Seenot. In Todesangst rief er zu Gott – und überlebte. Dieses Erlebnis gilt als Wendepunkt seines Lebens.

  • Innere Umkehr: Zunächst führte er sein Leben weiter als Sklavenhändler, begann aber die Menschen an Bord menschlicher zu behandeln. Nach einigen Jahren gab er den Beruf ganz auf.

  • Geistlicher und Aktivist: Newton wurde anglikanischer Pfarrer und trat gemeinsam mit William Wilberforce für die Abschaffung der Sklaverei ein. Seine eigene Schuldgeschichte machte ihn zu einem glaubwürdigen Zeugen für die befreiende Kraft der Gnade.

 

Entstehung von Amazing Grace

  • Text: Newton schrieb das Lied 1772 für eine Predigt, veröffentlicht wurde es 1779 in den Olney Hymns. Der Text erzählt von seiner persönlichen Bekehrung und greift biblische Bilder auf – etwa die Heilung des Blinden („I was blind, but now I see“).

  • Melodie: Die heute bekannte Melodie („New Britain“) tauchte erst 1831 in einem amerikanischen Gesangbuch auf. Ursprünglich war Newtons Text mit anderen Melodien verbunden.

  • Botschaft: Das Lied ist ein persönliches Glaubenszeugnis: Gottes Gnade rettet auch den „schlimmsten Sünder“ und schenkt Hoffnung über den Tod hinaus.

Wirkungsgeschichte

  • Amazing Grace wurde zu einem der beliebtesten Kirchenlieder weltweit.

  • Es fand Resonanz bei sehr unterschiedlichen Gruppen: von den Cherokee-Indianern auf dem „Trail of Tears“ über afroamerikanische Gemeinden bis hin zu modernen Jazz- und Pop-Interpretationen.

  • Heute gilt es sowohl als Kirchenlied, als auch als Protestsong gegen Unterdrückung und als Hymne für Menschenrechtsbewegungen.

Epheser 2,8-10

Denn aus Gnade seid ihr gerettet durch Glauben, und das nicht aus euch, Gottes Gabe ist es; nicht aus Werken, damit niemand sich rühmt.

Denn wir sind sein Gebilde, in Christus Jesus geschaffen zu guten Werken, die Gott vorher bereitet hat, damit wir in ihnen wandeln sollen.

Gott wartet geduldig und klopft immer wieder an, manchmal auch heftig und doch bekommen es leider, viele nicht mit.

Jesus spricht:

 

Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben.

Niemand kommt zum Vater als nur durch mich!

Johannes 14,6

Und weiter: 

Ich bin die Auferstehung und das Leben;

wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er gestorben ist!

Johannes 11,25

Dieser Alleinherrschaftsanspruch gilt:

Gestern, Heute, Morgen und in Ewigkeit!

 

Sonntag, 08.11.2026
Drittletzter Sonntag des Kirchenjahres

Abram sprach zu Lot: Es soll kein Zank sein zwischen mir und dir und zwischen meinen und deinen Hirten; denn wir sind Brüder.

1. Mose 13,8

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