Schön,

                   dass Sie bei uns

                   vorbeischauen.

Das Motto unserer Gemeinschaft

 

Gut, dass wir einander haben,

gut, dass wir einander sehn,

Sorgen, Freuden, Kräfte teilen

und auf einem Wege gehn.

Gut, dass wir nicht uns nur haben,

dass der Kreis sich niemals schließt

und dass Gott, von dem wir reden,

hier in unsrer Mitte ist.

Manfred Siebald

 

Wer mehr erfahren möchte ist herzlich Willkommen!

 

Unsere Website bietet....

 

Einen Überblick über das aktuelle Gemeinschaftsgeschehen

Veranstaltungen zum kommen, mitfeiern und miterleben

Gelegenheit zum verweilen, zuhören, nachdenken und entschleunigen

christliche Impulse zum kirchlichen Jahreslauf,

laufende Aktualisierung. 

 

 

Betrachtung zur Jahreslosung 2026

„Gott spricht: Siehe, ich mache alles neu.“

(Offenbarung 21,5)

 

1.Einstieg: Wenn Vergangenes auf uns lastet

Jede und jeder von uns kennt diese Stunden, in denen das Vergangene schwer auf den Schultern liegt: Erlebnisse, die schmerzen, Gewohnheiten, die uns hemmen, Ängste, die uns klein halten. Hinzu kommt manchmal die Weltlage, die uns bedrückt und ratlos macht.

In solche Momente spricht Gott ein Wort, das weiter reicht als unser eigenes Vermögen: „Siehe, ich mache alles neu.“

Gott sagt nicht: Ich renoviere neu.       

Gott sagt nicht: ich übertünche alles.
Gott sagt nicht: Ich mache alles anders.

 

Nicht: „Mach dich selbst neu.“

Nicht: „Strenge dich mehr an.“

Sondern: „Ich mache.“

Ein Satz, der die Schwere anerkennt, ihr aber nicht das letzte Wort lässt.

2. Der Kontext: Ein Wort aus Gottes Zukunft für unser Heute

Die Offenbarung ist kein Buch der Flucht, sondern eines des Trostes. Sie richtet sich an Menschen, die unter Druck stehen, die verunsichert und erschöpft sind. An Personen, die sich fragen: Bleibt Gott uns treu? Trägt seine Zusage? Gibt es eine Zukunft?

Mitten in diese Unsicherheit spricht der auf dem Thron: „Siehe, ich mache alles neu.“ Ein Wort aus der göttlichen Vollendung, das schon heute Kraft entfalten will. Ein Wort, das nicht an der Gegenwart vorbeigeht, sondern sie durchstrahlt.

3. Das Neue hat schon begonnen: Christus schafft neue Schöpfung

Paulus bringt es auf den Punkt: „Ist jemand in Christus, dann ist er eine neue Schöpfung; das Alte ist vergangen, Neues ist geworden.“ (2. Korinther 5,17)

Das Neue ist nicht erst in ferner Zukunft sichtbar. Es beginnt im Innersten, dort, wo Christus einzieht. Wo Menschen sich ihm öffnen, Vergebung geschieht, Mut wächst und jemand wieder aufsteht. Gott erneuert nicht erst irgendwann – er erneuert heute.

4. Erneuerung im Alltag: Wenn unser Äußeres ermüdet

Paulus kennt die Realität: Unser äußeres Leben vergeht – körperlich, seelisch, manchmal auch gesellschaftlich. Doch er sagt: „Der innere Mensch wird Tag für Tag erneuert.“

(2. Korinther 4,16)

Das ist die tägliche Zusage: Gott trägt. Christus bleibt. Der Heilige Geist gibt Kraft. Gerade dann, wenn es eng wird. Gerade dann, wenn wir keine Lösung mehr sehen. Gottes Erneuerung ist kein lautes Feuerwerk, sondern ein leiser, beständiger Prozess. Ein Hauch von Hoffnung. Ein Funke Mut. Ein Schritt, der gelingt, obwohl wir es nicht mehr erwartet hätten.

5. Die große Vollendung: Was Gott neu macht, bleibt für immer

Die Offenbarung öffnet uns den Blick auf das Ziel: Gott wird richten, heilen und vollenden. Er spricht: „Es ist geschehen! Ich bin das A und das O.“

Er, der die Welt geschaffen hat, führt sie auch zu ihrem Ziel. Den Durstigen gibt er Wasser des Lebens umsonst. Den Überwindenden nennt er sein Kind. Er schafft eine Welt, in der das Alte keine Macht mehr hat.

Und er benennt klar, was sich seiner Liebe widersetzt – nicht als Drohung, sondern um zu zeigen: Das Neue Gottes ist heilig, wahrhaftig, gerecht und frei von allem, was zerstört.

6. Im Heute das Neue leben: Zwischen Verheißung und Alltag

Wir leben zwischen zwei Polen: dem endgültigen Neuen, das Gott schaffen wird, und dem Neuen, das er heute in uns bewirkt. Wir werden vom Sohn getragen, vom Geist erneuert, von der Treue des Vaters gehalten.

So begleitet uns die Jahreslosung durch das Jahr: „Siehe, ich mache alles neu.“ Es ist ein Satz für die Müden, die Hoffenden, die Ratlosen, die an ihrem Glauben zweifeln. Ein Satz, der sagt: Gott bleibt nicht fern.

Er bleibt der Schöpfer, bleibt treu, bleibt an unserer Seite – bis Alles neu geworden ist.

7. Abschluss: Ein Gebet

Gott, du Ursprung und Ziel, du kennst unser Leben, unsere Begrenzungen, unsere Müdigkeit.

Sprich dein Wort des Neuanfangs in unsere Tage. Erneuere uns durch deinen Geist.

Stärke uns durch deinen Sohn. Lass uns schon heute aus dem Licht deiner kommenden Welt leben.

Amen.

 

Betrachtung zum Monatsspruch Januar 

„Du sollst den HERRN, deinen Gott, lieb haben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und mit all deiner Kraft.

5.Mose 6,5

Das klingt erst einmal nach einem anstrengenden Glauben.
Nach Forderung. Nach einem Gott, der viel will.

Und vielleicht denken wir: Zum Glück hat das mit dem Evangelium heute nichts mehr zu tun. Das ist doch ein alter Hut.
Schließlich sagt Paulus:
„Ein Mensch wird durch Glauben gerecht – nicht durch das Einhalten von Vorschriften.“ (Römer 3,28)
Und Johannes ergänzt:
„Wer bekennt, dass Jesus der Sohn Gottes ist, in dem bleibt Gott und er in Gott.“ (1 Johannes 4,15)

Das klingt gemütlicher. Ganz easy.
Fast so, als wäre das Gesetz Schnee von gestern.

Doch Stopp, der Schnee von gestern, ist das Wasser von Heute.


Denn Jesus selbst sagt:
„Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen, deiner ganzen Seele und deinem ganzen Denken.“ (Matthäus 22,37)
Und er betont:
„Ich bin nicht gekommen, um das Gesetz aufzulösen, sondern um es zu erfüllen.“

Und; Solange Himmel und Erde bestehen, wird auch nicht ein Punkt oder Strich vom Gesetz vergehen, bis alles geschieht (Matthäus 5,17+18)

Wie passt das zusammen
– Gnade und Gebot?
– Freiheit und Forderung?
– Evangelium und Priorität?

Es geht nicht um Werkgerechtigkeit.
Es geht um Ausrichtung.

Um die Frage: Was steht in meinem Leben an erster Stelle?
Worauf richte ich meinen ersten Gedanken am Morgen – und meinen letzten am Abend?
Und was füllt all die Zwischenräume dazwischen?

Das ist damit gemeint mit: „Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen, deiner ganzen Seele und deinem ganzen Denken.“

Oft sagen wir: Dafür habe ich wirklich keine Zeit.
Aber wie viel Zeit geht für Dinge drauf, die uns nicht wirklich nähren, nicht stärken, nicht tragen.

Wer seinen Tag mit Jesus beginnt – mit einer kleinen Andacht, einem kurzen Gebet, einem stillen Moment – der spürt das durch den Tag hindurch.
Und wer sich zwischendurch, im Aufzug, in der Pause, in Bus oder Bahn, wieder mit ihm verbindet, der erfährt, was dieses Gebot meint:

Gott lieben mit Herz, Seele und Denken.
Nicht als Druck.
Nicht als Pflicht.
Sondern als Lebensrhythmus, der trägt.

Es ist kein Muss.
Es ist eine Einladung.
Eine Empfehlung, die – regelmäßig gelebt – das Leben verändert.
Und Gemeinschaft kann dabei ein Verstärker sein:
Glaube wird tiefer, wenn er geteilt wird.

Gebet

Gott,
du rufst uns in deine Nähe.
Öffne unser Herz für dich
am Morgen, am Abend
und mitten im Alltag.

Lass deine Liebe in uns Raum gewinnen,
damit wir dich suchen
mit Herz, Seele und Denken.
Nicht aus Pflicht,
sondern aus Vertrauen.

Segne unsere Schritte
und halte uns in deiner Gegenwart.

 

Amen.

Vorschlag noch am Bettrand

Ja, Jesus, da sitze ich, noch müde und verschlafen,

von Konzentration bin ich noch weit entfernt.

Danke, dass du jetzt auch mein Schweigen hörst und weißt,

was mich bewegt.

Öffne mir das Herz, die inneren Augen und Ohren.

Dass ich spüren darf,

du begleitest mich durch meinen Tag.

Nimm das Lied als mein stilles Gebet

Amen

Sonntag 

Jesus,
ich atme tief ein
und lege die zurück liegende Woche in deine Hände.
Danke für alles, was gelungen ist,
und für das, was du getragen hast.
Segne meinen Tag,                                                                           

und richte mich heute ganz auf aus dich
fülle mein Herz mit deinem Licht,
und lass mich aus deiner Ruhe leben.

 Amen

Kurz vor dem zu Bettgehen

Gott, die Nacht macht mir manchmal Angst.
Die Gedanken sind noch laut,
die Sorgen nicht kleiner.

Sei du mir nahe.
Sprich Frieden in mein Herz.

Lass mich spüren:
Ich bin nicht allein.

Bewahre mich in dieser Nacht
und stärke mich für den kommenden Tag.

                        Amen

Die Geschichte von John Newton und die Entstehung von Amazing Grace

 

Jesus sprach: Nicht die Starken bedürfen des Arztes, sondern die Kranken. Ich bin nicht gekommen, Gerechte zu rufen, sondern Sünder.

Markus 2,17

Manchmal braucht es auch extrem Situationen, dass selbst ganz Starke Menschen ihrer Schwachstellen bewusst werden, um Gottes Angebot zu erkennen.    

Jeder, der den Namen des HERRN anruft, wird gerettet werden.

Joel 3,5

Die Geschichte von John Newton und die Entstehung von Amazing Grace ist eine der bewegendsten Wandlungen in der Kirchengeschichte – ein Lied, das aus persönlicher Schuld und Erfahrung heraus zu einem weltweiten Symbol für Gnade und Hoffnung wurde.

 

John Newtons Lebensweg

  • Frühe Jahre: Newton (1725–1807) war zunächst Seemann und später Kapitän eines Sklavenschiffs. Er war tief im transatlantischen Sklavenhandel verstrickt.

  • Schlüsselerlebnis 1748: Auf einer Reise geriet sein Schiff in schwere Seenot. In Todesangst rief er zu Gott – und überlebte. Dieses Erlebnis gilt als Wendepunkt seines Lebens.

  • Innere Umkehr: Zunächst führte er sein Leben weiter als Sklavenhändler, begann aber die Menschen an Bord menschlicher zu behandeln. Nach einigen Jahren gab er den Beruf ganz auf.

  • Geistlicher und Aktivist: Newton wurde anglikanischer Pfarrer und trat gemeinsam mit William Wilberforce für die Abschaffung der Sklaverei ein. Seine eigene Schuldgeschichte machte ihn zu einem glaubwürdigen Zeugen für die befreiende Kraft der Gnade.

 

Entstehung von Amazing Grace

  • Text: Newton schrieb das Lied 1772 für eine Predigt, veröffentlicht wurde es 1779 in den Olney Hymns. Der Text erzählt von seiner persönlichen Bekehrung und greift biblische Bilder auf – etwa die Heilung des Blinden („I was blind, but now I see“).

  • Melodie: Die heute bekannte Melodie („New Britain“) tauchte erst 1831 in einem amerikanischen Gesangbuch auf. Ursprünglich war Newtons Text mit anderen Melodien verbunden.

  • Botschaft: Das Lied ist ein persönliches Glaubenszeugnis: Gottes Gnade rettet auch den „schlimmsten Sünder“ und schenkt Hoffnung über den Tod hinaus.

Wirkungsgeschichte

  • Amazing Grace wurde zu einem der beliebtesten Kirchenlieder weltweit.

  • Es fand Resonanz bei sehr unterschiedlichen Gruppen: von den Cherokee-Indianern auf dem „Trail of Tears“ über afroamerikanische Gemeinden bis hin zu modernen Jazz- und Pop-Interpretationen.

  • Heute gilt es sowohl als Kirchenlied, als auch als Protestsong gegen Unterdrückung und als Hymne für Menschenrechtsbewegungen.

Epheser 2,8-10

Denn aus Gnade seid ihr gerettet durch Glauben, und das nicht aus euch, Gottes Gabe ist es; nicht aus Werken, damit niemand sich rühmt.

Denn wir sind sein Gebilde, in Christus Jesus geschaffen zu guten Werken, die Gott vorher bereitet hat, damit wir in ihnen wandeln sollen.

Gott wartet geduldig und klopft immer wieder an, manchmal auch heftig und doch bekommen es leider, viele nicht mit.

Die Morgenröte des Abendlandes

Die Morgenröte des Abendlandes begann an Weihnachten – in der Stille einer Nacht.

In einem unscheinbaren Winkel des römischen Imperiums. In einem Stall zu Bethlehem, mit der Geburt eines Kindes, das annähernd unbemerkt bleibt.

Und doch die Welt veränderte.
Die Geburt dieses Kindes ist nicht nur eine fromme Geschichte, sondern ein Wendepunkt der Weltgeschichte.

Mit der Menschwerdung Gottes durch Jesus, entsteht ein neues Menschenbild:
Der Mensch ist nicht zufällig, nicht austauschbar, nicht nur Teil eines Kollektivs.
Er ist angesprochen, gemeint, geliebt.
Diese theologische Grundmelodie wird später zu Menschenrechten, Gewissensfreiheit, Personalität und Verantwortung.

Das Geheimnis, das trägt.

Das Kind in der Krippe ist kein Symbol – es ist ein Geheimnis.
Ein Geheimnis, das sich nicht erschöpft, sondern entfaltet.
Ein Geheimnis, das nicht erklärt, sondern erfahren wird.
Und dieses Geheimnis ist der Ursprung der Morgenröte.

Kulturgeschichte: Wie das Licht Gestalt annahm

Von diesem theologischen Anfang aus entfaltet sich eine Geschichte, die das Abendland formt.

Bethlehem lag weit entfernt von den Zentren der Politik, der Philosophie und der Kultur.
Und doch beginnt gerade dort eine Entwicklung, die später die geistige und kulturelle Gestalt Europas prägen sollte.
Historisch betrachtet ist das Christentum der entscheidende Impuls, der die antiken Traditionen des Mittelmeerraums neu formt – nicht durch Gewalt, sondern durch eine Botschaft:
Gott wird Mensch – und damit wird jeder Mensch unendlich wertvoll.

Die drei Wurzeln Europas

Historiker sprechen gern von drei Quellen des Abendlandes:

Athen – die Vernunft, die Weisheit, die Wissenschaft, das Fragen.

Rom – das Recht, die Ordnung, der Fortschritt, die Staatsidee

Jerusalem – der Glaube an den einen Gott, der den Menschen sucht und ruft.

Das Christentum verbindet diese drei Ströme auf einzigartige Weise.
Es bringt die griechische Suche nach Wahrheit, das römische Rechtsdenken und die biblische Hoffnung zusammen – und schafft daraus eine neue kulturelle Gestalt.
Diese Synthese beginnt nicht in einer Akademie, nicht im Senat, nicht im Tempel.
Sie beginnt in einer Krippe.

Wie aus einer Glaubensbewegung Kultur wurde

Die ersten Christen lebten in Hausgemeinschaften, verfolgten keinen politischen Plan und hatten keine kulturelle Agenda.
Und doch veränderten sie die Welt:

Sie gründeten Hospitäler und Armenfürsorge.

Sie entwickelten ein Menschenbild, das die Würde jedes Einzelnen betont.

Sie schufen Klöster, die Bildung, Landwirtschaft und Wissenschaft bewahrten.

Sie prägten Musik, Kunst und Architektur.

Sie formten das Recht und später die Idee der Menschenrechte.

Diese Entwicklungen sind historisch gut belegt – und sie alle wurzeln in der Überzeugung, dass Gott Mensch geworden ist.
Das Abendland ist nicht perfekt – aber es ist geprägt von einer geistigen Bewegung, die aus Bethlehem stammt.

Licht und Schatten

Zur Wahrheit gehört auch, was daraus wurde:

Eine komplexe, widersprüchliche Geschichte Europas – Dieses Licht hat auch Schatten geworfen.
Abgründe, Machtmissbrauch, Gewalt, Verirrungen, Humanismus und Katastrophen, Fortschritt und Erschöpfung. – all das gehört zur Geschichte.

 

Doch selbst in den dunkelsten Momenten blieb die Frage bestehen:
Was ist der Mensch?
Und woher kommt seine Würde?
Diese Frage ist ein Erbe der Morgenröte.

Das Abendland verliert sein Gedächtnis.

Gegenwart: Die Schwelle, an der wir stehen

Heute stehen wir an einem Punkt, an dem sich entscheidet, was aus dieser Geschichte wird.

Verlust der Herkunft

Viele Menschen kennen die eigenen Quellen nicht mehr.
 

Symbole werden nicht mehr verstanden.

Feste nicht mehr gedeutet.

Traditionen nicht mehr gelesen.
 

Sehnsucht nach Sinn

Gleichzeitig wächst die Sehnsucht nach Orientierung, nach Tiefe, nach einem geistigen Fundament.
Menschen spüren:
Technik allein trägt nicht.
Wohlstand allein erfüllt nicht.
Freiheit ohne Bindung macht Orientierungslos.

Die Frage nach der Zukunft

Was wird aus der Morgenröte?
Wird sie verblassen?
Wird sie neu aufleuchten?
Wird sie missverstanden oder wiederentdeckt?
Wir stehen an einer Schwelle, an der sich entscheidet, ob das Licht weitergegeben wird – oder ob es nur noch als kulturelle Erinnerung existiert.

Die Verantwortung unserer Zeit

Die Morgenröte des Abendlandes ist kein abgeschlossenes Kapitel.
Sie ist ein Auftrag.

Ein Auftrag, die Würde des Menschen zu schützen.
Ein Auftrag, die Freiheit des Gewissens zu achten.
Ein Auftrag, das Geheimnis nicht zu verlieren, das in Bethlehem begann.

Schluss

Vielleicht ist das die eigentliche Frage unseres Jahrhunderts:
Ob wir das Licht, das einst in der Nacht aufging, noch erkennen –
und ob wir es weitertragen.

Denn die Morgenröte des Abendlandes ist nicht nur Geschichte.
Sie ist Möglichkeit.
Sie ist Hoffnung.
Sie ist ein Geheimnis, das uns anvertraut ist.

Weihnachten ist vorbei.
Aber der Anfang, den Gott gesetzt hat, bleibt geschichtlich wirksam – und geistlich lebendig.
Das Abendland beginnt dort, wo Menschen aus der Menschwerdung Gottes leben.
Gestern, heute und morgen.

Sonntag, 18.01.2026
2. Sonntag nach Epiphanias

Der HERR spricht: Frieden mache ich zu deiner Wache und Gerechtigkeit zu deiner Obrigkeit.

Jesaja 60,17

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